Der Beruf einer Pflegekraft gehört zu den am meisten körperlich beanspruchten Berufsgruppen die es in Deutschland gibt. (VGN Digital GmbH) Die Pflege von Menschen beinhaltet zahlreiche Faktoren, die bei falscher körperlicher Ausübung, weitgehende Folgen beim Pflegepersonal hervorrufen können.

Besonders der Berufsalltag von Altenpflegern oder Gesundheits- und Krankenpflegern wird durch das Heben und Aufrichten von Patienten bestimmt. Uns von TMI ist es wichtig, dass unsere Pflegekräfte bei der Pflege ihrer Patienten die eigene Gesundheit nicht aus den Augen verlieren! Daher haben wir für Sie 10 Tipps zusammengestellt um Ihnen den Pflegealltag zu erleichtern.

 1. Tipp – Das richtige Anheben und Umsetzen eines Patienten

Das Heben und Umsetzen von Patienten gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben einer Pflegekraft. Das Gewicht und der gesundheitliche Zustand eines Patienten spielen dabei eine große Rolle. Doch auch die richtige Ausführung der Bewegungen ist enorm wichtig!

Verschaffen Sie sich bevor Sie einen Patienten Anheben oder Umsetzen ausreichend Platz, um eventuelle Verletzungsgefahren zu verhindern. Beim Anheben eines Patienten sollten Sie immer darauf achten, dass Sie die Bewegung möglichst nah am eigenen Körper durchführen, damit der Hebewinkel für Sie ergonomischer ausfällt. Die Füße breitflächig und leicht versetzt zueinander aufstellen und den Rücken gerade halten. Vor allem ein gerader Rücken ist bei allen Ausführungen ein großer und wichtiger Punkt, somit mindern Sie das Auftreten von Rückenproblemen oder Bandscheibenvorfällen. Spannen Sie beim Umsetzen eines Patienten Ihre Bauchmuskeln kräftig an und nutzen Sie diese als Puffer, das verhilft Ihrer Wirbelsäule zu mehr Stabilität und schont Ihre Bandscheiben.

 

Auf YouTube finden Sie eine Reihe von kleinen Videoausschnitten, die Ihnen detailliert zeigen, wie Sie Bewegungen mit dem Patienten sicherer und einfacher ausführen können. Der YouTube Channel „wissner-bosserhoff“ liefert Ihnen viele hilfreiche Videos zum Thema – ergonomisches Arbeiten in der Pflege.

2. Tipp – Verwenden Sie Hilfsmittel

Die Verfügbarkeit von Hilfsmitteln ist in jeder gesundheitlichen Einrichtung unterschiedlich, sollten Sie die Möglichkeit auf Benutzung dieser haben, nutzen Sie diese!

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Hilfsmitteln. Zum einen gibt es kleine Hilfsmittel, wie Antirutschmatten, Gleitmatten, Haltgürtel, Bettleiter u. v. m. Zum anderen gibt es technische Hilfsmittel, welche besonders zum Transfer- und Bewegungsaufgaben dienen. Unter technischen Hilfsmitteln versteht man größere Instrumente, die die Pflege von Patienten deutlich erleichtern wie zum Beispiel Rollstühle, Liftsysteme, Aufrichthilfen, etc.

3. Tipp – Schonen Sie Ihren Rücken durch Sitzmöglichkeiten

Als Pflegekraft verbringen Sie mehr als 50% in aufrechter Haltung. Nutzen Sie besonders bei der Grundpflege von Patienten Sitzmöglichkeiten, soweit Ihnen diese zur Verfügung stehen. Somit verringern Sie den Anteil der nach vorne gebeugten Haltung von fast 87% auf deutlich unter 20%. Einige gesundheitliche Einrichtungen bieten Ihren Pflegekräften Sitzmöglichkeiten in Form eines Hockers an. Sollte dies Ihnen in Ihrer Einrichtung nicht zur Verfügung stehen, fragen Sie ob man diesen anschaffen könnte.

4. Tipp – Beziehen Sie den Patienten mit ein

Nutzen Sie Ihre Ressourcen!

Die Einbeziehung des Patienten ist stark abhängig von seinem Gesundheitszustand. Sollte sich der Patienten allerdings in der Lage fühlen, Sie bei den Bewegungen zu unterstützen, dann nehmen Sie diese Hilfe wahr. Bevor Sie Bewegungen mit dem Patienten verrichten, informieren Sie ihn über den kommenden Vorgang und aktivieren Sie ihn zur Mitwirkung. Das verringert die auf Ihnen lastende Kraft und schont Ihre Gelenke.

5. Tipp – Achten Sie auf eine ideale und komfortable Arbeitskleidung

In allen gesundheitlichen Einrichtungen ist es Pflicht, die Bereitstellung von Arbeitskleidung zu gewährleisten, das beinhaltet in den meisten Fällen Ober– und Unterbekleidung. Doch die Wahl des richtigen Schuhwerkes spielt ebenso eine wichtige Rolle. Ihre Schuhe sollten vor allem aus rutschfesten Sohlen bestehen, vorne und hinten geschlossen sein und bequem am Fuß sitzen.

(Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW))

Auch die Wahl der falschen Unterwäsche kann sich auf die Gelenke auswirken. Besonders Frauen sollten darauf achten die richtige Größe ihres Büstenhalters zu wählen. Ein falscher Büstenhalter kann dazu führen, dass der Rücken nicht ausreichend gestützt wird und Rückenprobleme auftreten. Lassen Sie sich am besten in Fachgeschäften kostenlos beraten und Ihre richtige Größe ausmessen. Als eine gute Alternative bei mäßigen Bewegungen eignen sich Sport Büstenhalter.

6. Tipp – gute Arbeitsorganisation

Eine angemessene Aufgabenverteilung sollte in jedem Krankenhaus oder gesundheitlichen Einrichtung oberste Priorität haben. Dabei sollte besonders darauf geachtet werden, dass nicht nur die gleichen Pflegekräfte für die Hebung oder Umsetzung immobiler Patienten zuständig sind. Sollte das in Ihrer Einrichtung nicht der Fall sein, dann weisen Sie Ihren Vorgesetzten daraufhin. Hinzukommend gilt bei allen Tätigkeiten, bei denen Menschen transferiert werden – je mehr Mitarbeiter, desto geringer die körperliche Belastung!

7. Tipp – Achten Sie auf Ihre Gesundheit

Verlieren Sie Ihr eigenes Wohl nicht aus den Augen!

Sie können Ihre Patienten nur eine angemessene Pflege bieten, wenn Sie selbst in einer guten körperlichen Verfassung sind! Nehmen Sie entsprechende Warnzeichen Ihres Körpers ernst und legen Sie diese nicht auf die leichte Schulter. Meist entwickeln sich daraus größere körperliche Einschränkungen. Sobald Sie die ersten gesundheitlichen Symptome Ihres Körpers ernst nehmen, können Sie bereits bevor diese vollständig ausbrechen, dagegenwirken und entsprechende Maßnahmen vornehmen.

8. Tipp – Treiben Sie regelmäßig Sport

Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Durch körperliche Betätigungen oder regelmäßigen Sport verschaffen Sie Ihrem Körper die Möglichkeit, Belastungen schneller und besser zu verkraften. Dafür müssen Sie nicht zwingend täglich Sport betreiben, dennoch sollten Sie versuchen für sich selbst ein gesundes Maß zu finden, damit Sie die Interesse am Sport nicht verlieren und diesen auch über einen längeren Zeitraum ausüben können.

Probieren Sie einige Sportarten aus und legen für sich fest, welche Ihnen am meisten Spaß bereiten. Besonders gut eignen sich Sportarten, bei denen Ihr ganzer Körper in Bewegung ist wie z.B.: Wandern, Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen, Joggen oder Bergsteigen. Radfahren lässt sich hervorragend in Ihren Alltag einbauen! Nutzen Sie das Fahrrad um zu Ihrem Arbeitsplatz zu gelangen oder gönnen Sie sich zweimal die Woche nach der Arbeit ein bisschen Entspannung im Schwimmbad und verbinden Sie dies gleich damit, um einige Bahnen zu schwimmen.

9. Tipp – Einstellung des Pflegebettes

Womöglich handelt es sich hierbei um den vielleicht einfachsten Tipp, den wir Ihnen mit auf den Weg geben können. Dennoch besonders wichtig für Sie: Achten Sie immer auf die Höhe des Pflegebettes! Es sollte sich immer auf Ihrer Leistenhöhe befinden, das ermöglicht Ihnen einen festeren Stand und eine adäquate Körperhaltung.

10. Tipp – Nehmen Sie an Fort- und Weiterbildungen teil

Das Angebot der Fortbildungen im Bereich „ergonomische Arbeitsweisen in Pflegeberufen“ ist enorm. Diese bieten Ihnen viele nützliche Anregungen, wie Sie bestimmte Hebe- und Tragebewegungen exakt ausführen sollten, um Ihre Gelenke nicht zu schädigen.

Bei Möglichkeit sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten über eine mögliche Übernahme der Kosten. Im Anschluss können Sie gemeinsam mit Ihrem Team, Bewegungsabläufe durchgehen, verinnerlichen und gegenseitige Tipps verteilen. Das fördert nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch den Zusammenhalt untereinander.

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